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Newsletter der Stadt Donauwörth vom 12. März 2021

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

im heutigen Newsletter geht es überwiegend um das Thema Energie und Klimaschutz: Durch viele verschiedene Maßnahmen setzt sich die Stadt Donauwörth für sparsamen Energieverbrauch, für CO2-Verminderung und Nachhaltigkeit ein. Nicht alle diese Maßnahmen sind auch nach außen sichtbar. Deswegen möchten wir Sie heute über unser Handeln in diesem Bereich informieren: Unter anderem mit einem Interview mit dem Energie- und Radverkehrsbeauftragten der Stadt, der seit der Umstrukturierung meiner Stabsstelle nun in meinem unmittelbaren Umfeld angesiedelt ist. Und auch auf der Homepage können Sie sich jederzeit über unsere Aktivitäten im Bereich Energie, Klimaschutz und Radverkehr informieren!

Viel Freude beim Lesen wünscht Ihnen

Ihr Jürgen Sorré
Oberbürgermeister

Quelle: Stadt Donauwörth

Solaranlage auf dem Dach: Praktisches Berechnungstool

Wenn Sie überlegen, eine Solaranlage auf dem Dach zu installieren, dann hilft das Online-Solarpotentialkataster: Ob Photovoltaikanlage oder Solarthermie: MIt diesem Tool können Eigenheimbesitzer im Landkreises das Potenzial Ihrer Dachflächen berechnen lassen - kostenlos und bequem von zu Hause aus. Man kann die Eignung und die möglichen Energiemengen simulieren und auch die Höhe der potentiellen Einsparungen ermitteln, sowohl in Bezug auf CO2 als auch auf den eigenen Geldbeutel. Das Solarpotentialkataster ist ein Kooperationsprojekt von Stadt und Landkreis. Oberbürgermeister Sorré: „Der erste Schritt hin zum Energiesparen und zur Förderung der erneuerbaren Energien wird damit in Donauwörth und im Landkreis Donau-Ries für alle leichter. Wir bauen darauf, dass das Solarpotenzialkataster mehr Menschen dazu bringen wird, sich mit der Thematik zu befassen und letztendlich eine Solaranlage zu installieren.“
Bei Fragen hilft gern der Energie- und Radverkehrsbeauftragte der Stadt, Andreas Reiner, weiter: unter andreas.reiner@donauwoerth.de oder 0906 789 106. Weitere Infos finden Sie auch hier.

Foto: L. Fitzel

Earth Hour 2021: Donauwörth ist wieder dabei!

So wie auf dem Foto nebenan wird Donauwörths Silhouette am letzten März-Wochenende nicht aussehen: Denn am 27.3. ist Earth Hour – und die Stadt macht mit! Weltweit schalten an diesem Tag zwischen 20:30 und 21:30 Uhr viele Städte für eine Stunde Beleuchtungen aus, um mit der Aktion für den Klimawandel zu sensibilisieren.
Donauwörth nimmt seit mehreren Jahren ebenfalls daran teil und schaltet deswegen auch heuer die Beleuchtungen für den Turm des Liebfrauenmünsters, das Rieder Tor, das Maximilium, das Rathaus und die Spitalkirche ab. „Die Stadt geht dabei sogar noch einen Schritt weiter“, informiert der Energiebeauftragte, Andreas Reiner: „Statt nur einer Stunde werden wir das ganze Wochenende das Licht ausschalten.“
Wer mitmachen will: Einfach zuhause am 27. März ab 20:30 Uhr für eine Stunde alle Lichter abschalten!


Tipps & Links

Donauwörther Veranstaltungskalender 2021: In der Online-Ausgabe ist der Jahresüberblick stets aktuell: Veranstaltungen, die wegen Corona abgesagt werden müssen, sind dort durchgestrichen.
Freibad-Sanierung: Bilder von der Baustelle sind in Schaukästen im Bereich der Kasse zu sehen, ein Bildschirm spielt die jeweils neuesten Bilder ab. Online gib es das Baustellentagebuch hier.
Käthe-Kruse-Puppenmuseum: Durch die Sonderausstellung „Die Puppe I - Hemdmatz, Fritz und Margaretchen" führt Museumsleiter Thomas Heitele jetzt auch in einem Video – zusätzlich zum Online-Rundgang mit Fotos und Texten. Hier geht´s zum Online-Rundgang und zum Video (dort auf der Seite ganz unten).

Und außerdem...

…ist die Stadt Donauwörth Träger des European Energie Awards in Silber. Worum es sich bei dieser Auszeichnung genau handelt und welcher Nutzen für Stadt und Bürger dahintersteckt, haben wir Andreas Reiner gefragt: Er ist seit vier Jahren der Energie- und Radverkehrsbeauftragte der Stadt Donauwörth. Seine Stelle war auf Beschluss des Stadtrates eigens geschaffen worden, angesichts der Bedeutung der Themenfelder Klimaschutz und Radverkehr für die Stadt Donauwörth.

Andreas Reiner, Energie- und Radverkehrsbeauftragter der Stadt Donauwörth; Foto: A. FeistHerr Reiner, was macht ein Energie- und Radverkehrsbeauftragter, was sind Ihre Aufgaben?
Ein Energie- und Radverkehrsbeauftragter versucht die Stadt Donauwörth in die richtigen Bahnen zu lenken, um ein ökologisches Gleichgewicht für die Zukunft herzustellen. Das heißt zum Beispiel für den Radverkehr, dass wir versuchen die Menschen aufs Rad zu bringen: Mit verschiedenen Veranstaltungen und mit politischen Initiativen, wie zum Beispiel dem Grundsatzbeschluss für das Radverkehrskonzept oder auch mit den Bau von Radwegen und Abstellanlagen. Wo macht was Sinn? Welche - auch rechtlichen - Möglichkeiten gibt es? Das zu klären gehört zu meinen Aufgaben. Für den Klimaschutz ist es ähnlich: Da geht es um die Frage, wie wir aufgestellt sind und wo wir etwas verbessern können. Im Klimaschutzbereich haben wir zudem einen guten Rahmen durch unsere Mitgliedschaft beim European Energie Award, die ebenfalls in mein Tätigkeitsfeld gehört.

Was ist der European Energie Award?
Das ist ein internationales Zertifizierungsprogramm, das sich inzwischen in mehreren Ländern rund 2000 Städte und Landkreise freiwillig auferlegt haben. Es gibt beim EEA sechs Handlungsfelder, darunter „Verkehr und Mobilität“ oder auch „Kommunikationsaufgaben“. In diesen Feldern gibt es Punkte, die für die Zertifizierung ausschlaggebend sind. Donauwörth gehörte übrigens bei seinem Eintritt im Jahr 2006 zu den ersten Kommunen in Bayern, die mitmachten. Inzwischen sind wir mit dem Silber-Standard ausgezeichnet und liegen damit im oberen Mittelfeld. Wobei wirklich auch ein bemerkenswerter Punkt ist, dass sich Donauwörth überhaupt dieser Herausforderung stellt - mit allen Maßnahmen, die dazu gehören. Dies tun bei weitem nicht alle Kommunen.

Welche konkreten Maßnahmen sind das zum Beispiel?
Die Stadt stellt zum Beispiel auf energiesparende Beleuchtung um: In den städtischen Parkhäusern, bei der Weihnachtsbeleuchtung und auch im Rathaus, wo die Umstellung bereits abgeschlossen ist und sich bereits nach 10 Monaten amortisiert hat. Es wurde ein Klimaschutzbeirat geschaffen, besetzt mit Vertretern aller Fraktionen und Gruppen, Mitgliedern der Verwaltung und einem externen Berater. Der Klimaschutzbeirat beschäftigt sich fokussiert mit energiepolitischen Themen, bringt sie in die Stadtratsgremien ein und damit voran. Wir stärken Bürgersolaranlagen, zum Beispiel mit dem neuen Solarpotentialkataster. Im Alfred-Delp-Quartier streben wir eine gute CO2-bilanzielle Energieversorgung an, indem wir den Energiebedarf so weit als möglich senken, gepaart mit alternativen Energiearten. Im Baugebiet Erlenweg/Pappelweg wird das Bauen nach KfW-55-Standard von der Stadt durch einen Preisnachlass beim Grundstückskauf gefördert. Im Freibad wurden alte Pumpen gegen energiesparende neue ausgetauscht. Am Bahnhof gibt es in Kooperation mit der LEW Kombiladesäulen, also LED-Beleuchtung und E-Ladesäule in einem. Und natürlich spielt auch der Radverkehr beim Klimaschutz eine hohe Rolle.

Wie sind Sie in die Arbeit von Rat und Verwaltung eingebunden?
Ich bin als Beauftragter für Klimaschutz und Radverkehr Träger öffentlicher Belange, kann also beispielsweise bei der Aufstellung von Bebauungsplänen meine Anregungen oder Bedenken einbringen. Als Radverkehrsbeauftragter prüfe ich die Fahrradabstellsatzung. Ich organisiere die Sitzungen des Klimaschutzbeirates und des Arbeitskreises Radverkehr und stehe mit den Mitgliedern des Stadtrates auch darüber hinaus in Kontakt. Und ich bin Ansprechpartner für Bürgerinnen und Bürger, also auch ein Stück Bindeglied zwischen Öffentlichkeit und Verwaltung beziehungsweise Stadtrat.

Was wünschen Sie sich von den Bürgerinnen und Bürgern?
Zum einen würde ich mir wünschen, dass die Leute viel weniger alleine im Auto sitzen. Und zum anderen, speziell im Klimaschutzbereich, eine größere Akzeptanz weg von Ökonomie hin zu Ökologie. Das sind aber beides keine spezifisch an die Donauwörther gerichteten Wünsche. Wir bräuchten das überall.

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Pressestelle der Stadt Donauwörth
Rathausgasse 1 86609 Donauwörth

Telefon 0906/789 -102 oder -105
E-Mail pressestelle@donauwoerth.de


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