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Newsletter der Stadt Donauwörth vom 26.02.2021
Foto: A. Feist

Aus den Gremien: OB Sorré präsentiert Projektfahrplan im Stadtrat

Nachdem im Zuge der Haushaltsverabschiedung eine Priorisierung von Vorhaben der Stadt Donauwörth erfolgte und damit die Finanzierung für alle Projekte festgelegt ist, hat Oberbürgermeister Sorré gestern dem Stadtrat in öffentlicher Sitzung einen Überblick über Umsetzungsstände und Zeitschienen vorgestellt.
Für über 20 Projekte erfolgte eine pointierte Information über die jeweils aktuelle Leistungsphase und den anvisierten Fertigstellungstermin. Es handelte sich dabei um Bauvorhaben, die teils kurz vor der Fertigstellung sind, sich teils derzeit in der Ausschreibungsphase befinden und auch um solche, die noch ganz am Anfang stehen.
Hier einige Beispiele der vorgestellten Projekte:
Als erstes fertiggestellt sein wird die Offene Ganztagsschule an der Gebrüder-Röls-Schule: im April soll hier Einweihung sein – wobei noch nicht klar ist, in welcher Form eine Feier möglich sein wird. Auch die Erweiterung des städtischen Bauhofes ist bald abgeschlossen (Juni; Abschluss der Heizungsanlage im Oktober) ebenso wie der Neubau der Friedhofsbetriebshalle (Juni).
In der 2. Jahreshälfte sollen die Sanierung des Pausenhofes der Sebastian-Franck-Schule und der Mehrgenerationensportpark in der Parkstadt umgesetzt werden. Der Neubau des Wasserhochbehälters in der Parkstadt ist derzeit im Vergabestadium (Beginn Bohrpfahlgründung: April; Baubeginn Hochbau: Juni), ebenso wie die Westerweiterung des Parkhauses am Bahnhof (Baubeginn: Ende März) und die Erweiterung der Kletterhalle (Baubeginn: Ende März).
Im Bereich Tanzhaus und Bürgerspital soll bis Jahresende jeweils die Entwurfsplanung vorliegen, bezüglich der Neuausrichtung des Kindergartens Schneegarten soll bis dahin bereits eine Genehmigungsplanung präsentiert werden können.
„Diese Übersicht ist der Fahrplan, den sich die Stadt gegeben hat“, so OB Sorré. „Er beschreibt die Ziele und wie im laufenden Jahr vorgegangen werden soll. Damit besteht Klarheit über die jeweils nächsten Schritte.“
Der Projektfahrplan wird zeitnah noch um Themen der Bauleitplanung ergänzt und dann auf der Homepage der Stadt Donauwörth für Bürgerinnen und Bürger öffentlich zugänglich sein.

A. Häcker

Donauwörther Jugendbefragung: Wertvolles Feedback

Wo verbringen Donauwörther Jugendliche und Schüler/innen ihre Freizeit? Was kaufen und konsumieren sie? Welche politischen Themen sind für sie interessant? In welcher Form möchten sie an der Stadtentwicklung beteiligt werden? Dies sind einige der Fragen, mit der Stadtjugendpflege und City-Initiative Ende 2019 auf Jugendliche in und um Donauwörth zuging. Mehr als 1.000 Rückantworten von Teilnehmern im Alter von 13 bis 27 Jahren gingen ein. Im Ergebnis zeigen sich unter anderem deutliche Interessen bei Themen der Stadtentwicklung und Wünsche nach weiteren Freizeitangeboten und Aktionen.
Hier finden Sie eine Präsentation der Studie, die diese Woche im Kultur- und Sozialausschuss öffentlich vorgestellt wurde. Zu einer Zusammenfassung der Ergebnisse in der dazugehörigen Pressemitteilung geht es hier.

Foto: M. Fürst

Mit Pferdegespannen im Stadtwald

Stadtförster Michael Fürst hat vergangenes Wochenende in einem Waldstück nahe Wörnitzstein etwas ausprobiert: Das sogenannte „Holzrücken“ mit Pferdegespannen, statt mit Forstmaschinen. Der Grund für diesen Versuch: Durch den Klimawandel sind die Winter mit strengem Frost, die man unbedingt braucht um wald- und bodenschonend Holz rücken zu können, immer seltener geworden. Die alte Technik des Einsatzes von Pferden gewinnt dadurch wieder an Bedeutung, denn sie gilt als besonders bodenschonend. Und ein ungewohnter Anblick waren die Pferdegespanne im Stadtwald obendrein! Weitere Infos hier in der Pressemitteilung.

Foto: S. Bauer

Südliche Bahnhofserschließung: Voraussetzung für Förderanspruch besteht!

Es ist ein lang anvisiertes Millionenprojekt, mit hoher Bedeutung für Donauwörth: Die südliche Bahnhofserschließung mittels einer Unterführung unter den Gleisen, auch „Durchstich“ genannt. Vor rund einem Jahr hatte Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer Unterstützung für das Donauwörther Großprojekt in Aussicht gestellt, durch Fördermittel von Bund und Land. Eine entscheidende Hürde dafür hat die Stadt nun genommen: Sie konnte mit einer Untersuchung nachweisen, dass ein deutlich überwiegender Nutzen besteht. Zahlreiche Haushalte und Betriebe in einem 1,5-Kilometer-Umkreis südlich des Donauwörther Bahnhofes hatten hierfür im Herbst an einer Umfrage der Stadt teilgenommen. Zu weiteren Infos geht es hier.

Und außerdem...

…hat Donauwörth einen neuen Stadtheimatpfleger: Thomas Heitele wurde auf Beschluss des Stadtrates mit dieser Aufgabe, einem Ehrenamt, betraut. Der 61-jährige ist seit neun Jahren der Leiter der städtischen Museen. Studiert hat er Volkskunde, Kunstgeschichte und klassische Archäologie. Seit seinem Studium in Augsburg ist er beruflich in Schwaben geblieben. Seine besondere Leidenschaft ist es, dem Leben unserer Vorfahren nachzuspüren. Wir haben mit ihm über seine Motivation und die neue Aufgabe gesprochen.

 Wie wird man denn Stadtheimatpfleger?
Durch Ernennung. Die Stelle war jetzt längere Zeit vakant und da kam ich ins Gespräch, da ich von meiner fachlichen Ausrichtung her gut zu den Aufgaben passe und es gibt auch viele Berührungspunkte zu meiner Tätigkeit als Museumsleiter. Auf Vorschlag des Oberbürgermeisters hat der Donauwörther Stadtrat dann beschlossen, mich zu ernennen. 

Freuen Sie sich über Ihre neue – zusätzliche - Aufgabe?
Ja! Ich freue mich sehr über das Vertrauen, das mir entgegengebracht wird. Zugleich gehe ich auf die Aufgabe mit großem Respekt zu, denn es sind hohe Anforderungen damit verbunden. Ich sehe eine große Bedeutung in der Kommunikation, also im Kontakt mit Hauseigentümern, dem Landesamt für Denkmalpflege, den örtlichen Behörden. Da sind viele Ansprüche miteinander in Einklang zu bringen. Es geht dabei auf der einen Seite natürlich um den Erhalt und das Bewahren von Geschichte, vor allem in einer Stadt wie Donauwörth, die im 2. Weltkrieg erhebliche Verletzungen erfahren hat. Auf der anderen Seite geht es auch darum, einer solchen Stadt Entwicklungsmöglichkeiten zu lassen. Also: Wo ist es vielleicht auch notwendig, in eine historische Bausubstanz einzugreifen, um Entwicklung nicht zu verhindern? Sich hier zu positionieren, ist denke ich von Fall zu Fall schon eine schwierige Aufgabe.

Was genau sind denn die Aufgaben eines Stadtheimatpflegers?
Es geht um verschiedene Aufgabenfelder, wobei alle die Heimat betreffen: Das ist Bau- und Bodendenkmalpflege ebenso wie Brauchausübung, also zum Beispiel wenn Vereine Fragen zu Dialekten oder Bräuchen haben. Es ist wirklich ein sehr breites Feld. Die Tätigkeit eines Stadtheimatpflegers ist dabei stets eine beratende. Damit ich diese gut erfüllen kann, werde ich eingebunden beispielsweise in Fragen zu historischen Bauten, indem ich Unterlagen und das Gebäude ansehen kann und zu Nutzungen und Besitzern recherchiere. Ich sehe meine Aufgabe aber auch darin, zu informieren, Impulse zu geben und nach der jeweils besten Möglichkeit zu suchen.

Was werden Ihre Akzente sein?
Verbindend zu wirken und nicht konfrontativ vorzugehen. Ich möchte darauf hinwirken, Fronten nicht zu verhärten und Gesprächskanäle immer offen zu halten. Mit ist es wichtig, dass man sich gegenseitig zuhört und gemeinsam zu einer guten Lösung kommt. Das werden immer Kompromisse sein, gerade in der Denkmalpflege.

Was gehen Sie zur Zeit an?
Ich arbeite mich intensiv in die Rechtsprechung und in Handreichungen zum Denkmalschutz ein, auch mit viel Nachdenken, aber ich trete auch in Kommunikation zum Beispiel mit der Unteren Denkmalschutzbehörde der Stadt Donauwörth, sehe mir historische Gebäude an und mache mir ein Bild von ihnen. Doch derzeit tatsächlich: Viel Lesen. Aber das gehört auch zu meinen Leidenschaften.

Interview: Annegret Feist; Foto: Lorenz Fitzel



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