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Newsletter der Stadt Donauwörth vom 9.8.2019
Bild: A. Feist

Tanzhaus: Aktuelle Infos und Beschlüsse, Sperrung der Tiefgarage

Der Ausschuss des Stadtrates hat sich gestern (8.8.2019) mit verschiedenen Aspekten des Tanzhauses beschäftigt. Diese Sitzung war eigens als ein weiterer Ferienausschuss des Stadtrates angesetzt worden, um die Entscheidungsgrundlagen zur Zukunft des derzeit leerstehenden Gebäudes zügig voranzutreiben.  

Büro für Machbarkeitsstudie ausgewählt 
Auf Grundlage der Ergebnisse des Stadtratsworkshops im April hatte der Stadtrat am 7. Mai vier Nutzungsvarianten festgelegt (Übersicht hier), die im Rahmen einer Machbarkeitsstudie untersucht werden sollen. Dies jeweils einerseits bei einer Umsetzung im dann zu sanierenden Bestandsgebäude, andererseits in einem Neubau nach Abriss des jetzigen Gebäudes. Die Angebotssaufforderungen zur Machbarkeitsstudie wurden am 23. Juli nach Freigabe durch die Regierung, die die Studie anteilig fördert, versandt. Die Angebote wurden zur gestrigen Sitzung ausgewertet. Der Ausschuss hat die Verwaltung beauftragt, den Auftrag für die Durchführung der Machbarkeitsstudie nach Erhalt des Förderbescheids (bzw. Erteilung des Vorzeitigen Maßnahmenbeginns) von der Regierung von Schwaben an das Planungsbüro Bettina Kandler Architekten aus Donauwörth zu vergeben.
Die Ergebnisse der Machbarkeitsstudie sollen im Oktober vorgestellt werden. Das Ziel der Studie ist ein ergebnisoffener Vergleich von Kosten und von Umsetzungsmöglichkeiten der von Stadtrat angestrebten verschiedenen Nutzungen, als Entscheidungsgrundlage für das weitere Vorgehen. Der darauf folgende Schritt (Planung der Neuausrichtung / der ausgewählten Variante) wird von der Grundlage der Machbarkeitsstudie profitieren.

Vorstellung der vom Stadtrat beauftragten Grobkostenermittlung 
Der Haupt- und Finanzausschuss hat im Januar eine Voruntersuchung zur Ermittlung der Grobkosten für eine Sanierung beauftragt. Den Umfang dieser Voruntersuchung hat der Ausschuss in seiner darauffolgenden Sitzung dahingehend konkretisiert, dass zu untersuchen sind: die Gebäudehülle beginnend bei der Tiefgarage bis zum Dach inklusive Fassade ohne Haustechnik inklusive aller statischen Bauteile unter Berücksichtigung bestehender Untersuchungen. Die Ergebnisse wurden Ende Juli durch die beiden beauftragten Büros vorgelegt und gestern dem Gremium vorgestellt. Die Grobkosten der beauftragten Untersuchungsbereiche statische Beurteilung Gebäude (Tiefgarage außen), Tiefgarage innen (Ing. Büro Weber), energetische Betrachtung, Gebäudehülle inkl. Dach betragen gemäß dieser Untersuchungen ca. 3.200.000 € (brutto). 

Vorsorgliche Sperrung der Tiefgarage ab kommender Woche 
Ein Ergebnis im Rahmen der statischen Untersuchung des Gebäudes im Rahmen dieser Grobkostenabklärung stellt eine neue Erkenntnis dar, in deren Folge ab kommender Woche die Tiefgarage des Tanzhauses vorsorglich gesperrt wird. Grund für diese Maßnahme ist nicht ein Statik-Problem der Tiefgarage an sich, sondern dass eine Gefahrensituation im Fall eines Brandes in den darüber liegenden Stockwerken entstehen könnte: Das Statikbüro hat in seinem Gutachten festgestellt, dass im Bereich des Tanzhaussaales, oberhalb der Küche, beim Bau des Tanzhauses eine Deckenkonstruktion errichtet wurde, die nur eine Brandwiderstandsdauer ähnlich einer F30-Decke hat. Das heißt, im unwahrscheinlichen aber nicht mit Sicherheit auszuschließenden Fall eines Brandes, z.B. durch einen Kurzschluss auch im nicht genutzten Zustand des Gebäudes, könnte nach ca. 30 Minuten diese Decke konstruktiv nachgeben. Außerdem wurde festgestellt, dass die Decke über dem Tanzhaussaal ca. 60 Minuten einem Feuer standhält. Auswirkungen auf das Gesamtgebäude und insbesondere auch auf die Tiefgarage im Falle eines Brandes können bei einem teilweisen statischen Versagen der genannten Decken vom Statiker nicht beurteilt werden.Da das gesamte Gebäude über keine Brandmeldeanlage zur Brandfrüherkennung verfügt, ist zudem nicht auszuschließen, dass die Tiefgarage weiter durch Personen genutzt würde, während im Gebäude ein Brand, sei es bereits erkannt oder noch unerkannt, stattfindet. Das genannte Szenario kann dabei auch im nicht genutzten Zustand des Gebäudes nicht gänzlich ausgeschlossen werden. Seitens der Unteren Bauaufsichtsbehörde ist deswegen die Nutzung der Tiefgaragengeschosse aufgrund der neuen geschilderten Kenntnisse zu untersagen. Dies gilt ab sofort und wird entsprechend ausgeschildert. 

Beschluss zum Vorgehen im Hinblick auf übergangsweise Nutzungen
Der Ausschuss hat sich gestern dafür entschieden, keine baulichen Maßnahmen zu einer übergangsweisen Ertüchtigung des Gebäudes für eine größere Zahl von Veranstaltungen zu ergreifen. Hintergrund hierfür ist, dass die insbesondere für den Brandschutz geforderten Maßnahmen aufwändiger, teurer und in der Folge auch zeitaufwändiger wären, als zunächst angenommen. Die Problematik besteht aufgrund der planabweichenden Erbauung des Gebäudes.
Nach wie vor können jedoch auch kommendes Jahr maximal sechs Veranstaltungen im Tanzhaus stattfinden, auf Basis einer Genehmigung im Rahmen des Gesetzes über das Landesstrafrecht und das Verordnungsrecht auf dem Gebiet der öffentlichen Sicherheit und Ordnung (LStVG). Für diese Möglichkeit hat sich das Gremium gestern mehrheitlich ausgesprochen. Mängel beim Brandschutz werden wie bereits in diesem Jahr durch Brandwachen während der Veranstaltungen kompensiert. Dies ist mit Herrn Stadtbrandinspektor Zobel abgestimmt, der auch über die neuen Erkenntnisse im Zusammenhang mit der Tiefgaragensperrung informiert ist. Zur Kompensation wären bei den Veranstaltungen mehrere Feuerwehrkräfte vorsorglich vor Ort. Beschlossen wurde auch, parallel dazu einen Bauantrag zur Nutzungsänderung der Neudegger Sporthalle als Veranstaltungsstätte und Sporthalle zu weiterverfolgen. Geplant wird derzeit für Veranstaltungen mit einer Anzahl von ca. 500 bis zu 600 Personen. Im Zuge des Genehmigungsverfahrens wird sich zeigen, wie viele Veranstaltungen tatsächlich aus Immissionsschutzgründen zulässig sein werden. Damit können alle Veranstaltungen auch im kommenden Jahr an verschiedenen Veranstaltungsorten (auch: Zeughaus, Aula Gymnasium, Enderlesaal, Feuerwehrhaus, einschließlich in eingeschränkter Zahl im Tanzhaus) stattfinden.

      Bild: M. Mack

Jetzt amtlich: 30 Stadträte zur kommenden Wahl

Nach Mitteilung des Bayerischen Landesamtes für Statistik liegen die aktuellen Einwohnerzahlen zum Stichtag 31.03.2019 für Donauwörth bei 20.297 Einwohnern. Diese Einwohnerzahl ist gemäß Art.55 Abs. 1 des Gemeinde-und Landkreiswahlgesetzes (GLKrWG) der letzte fortgeschriebene Stand der Bevölkerung, der vom Landesamt für Statistik früher als sechs Monate vor dem Wahltag der allgemeinen Gemeinde-und Landkreiswahlen am 15. März 2020 veröffentlicht wird. In Donauwörth steht damit jetzt fest, dass sich das Ratsgremium deshalb durch das Erreichen der Einwohnergrenze von 20.000 von 24 auf 30 Stadtratsmitglieder erhöhen wird. Diese Erhöhung gilt bereits ab 2020. Sollte die Einwohnerzahl bis zur nächsten Wahl wieder unter die nächste Einwohnergrenze gesunken sein, so hätte dies erst ab der übernächsten Kommunalwahl Auswirkung auf das Ratsgremium. Zur Umgestaltung des Großen Sitzungsaales mit Anpassung an dann 30 Stadträte sind seitens des Bauamtes verschiedene Möglichkeiten ausgearbeitet. Über deren Auswahl und Umsetzung muss noch entschieden werden.

      Foto: A. Feist

Berger Allee stadteinwärts am 13. und 14. August gesperrt

Die Nürnberger Straße und Berger Allee werden ab Dienstag den 13.8.2019 für den stadteinwärts fahrenden Verkehr gesperrt. Grund hierfür sind Baumaßnahmen im Zusammenhang mit der Neugestaltung der Bushaltestellen Gymnasium Donauwörth. Die Hauptwasserleitung wurde in diesem Bereich erneuert, für die Erneuerung der Hausanschlüsse ist nun diese Sperrung notwendig. Die Arbeiten sollen bis Mittwoch den 14.8.2019 abgeschlossen sein. Eine entsprechende Umleitung wird ab dem Kreuzungsbereich Nürnberger Straße/Jurastraße entsprechend ausgeschildert. Die Stadtwerke Donauwörth bitten um Verständnis. Die Informationen zur Baumaßnahme können Sie hier nochmals nachlesen.

      Foto: A. Feist

Termin-Tipp: Neue Stadtführung zum Mitraten mit kostenloser Premiere am 30. August

Zum Auftakt kostenlos und ohne Anmeldung gibt es am 30. August die neue Donauwörther Stadtführung zu entdecken: Für Ratefüchse, die Lust haben, die Stadt auf eine ganz andere Weise zu entdecken, hat die städtische Tourist-Info Historisches aus der reichen und spannenden Stadtgeschichte mit außergewöhnlichen Infos gespickt – und bei (fast) jeder Station kann man mitraten, ob die Begebenheit der Wahrheit entspricht oder geflunkert wurde. Wer eine kurzweilige Führung erleben möchte, Neues erfahren möchte und zudem Freude am Raten (und Gewinnen) hat, ist bei dieser Führung richtig!
Zum Auftakt kostenfrei für alle Interessierten am Freitag, dem 30. August 2019, 16:00 Uhr. Treffpunkt ist am Marienbrunnen vor dem Rathaus. Dauer: jeweils 90 Minuten, Gästeführer: Sonja Strobel und Martina Ertel, Max. Teilnehmerzahl: 25-30 Personen/pro Gruppe.Nach der Premieren-Führung ist das neue Stadtführungs-Angebot für Gruppen, Schulklassen und Familien-Ausflüge buchbar. Nähere Informationen: Städt. Tourist-Information, Tel. 0906-789151. Übersicht über das Angebot aller Führungen hier.

Bevorstehende Veranstaltungen

Flohmarkt in der Bahnhofstraße 29.-31.8.2019
  Ökomarkt 1.9.2019
  Waldbesitzertag Nordschwaben 22.9.2019


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